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Filmmusik von Dieter Schleip

Synopsis

Er tut es nur für die Familie - seine Frau Irina und seinen fünfjährigen Sohn Simon. Der Jurist David hat nach längerer Arbeitslosigkeit einen Job angenommen, den er eigentlich nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Er soll eine Firma liquidieren - und muss alle Angestellten entlassen und die Insolvenzmasse abwickeln.

Davids Skrupel scheinen berechtigt: Gleich am ersten Arbeitstag bricht eine Frau zusammen. David fährt sie nach Hause, versucht, zu trösten - doch die junge Frau wird plötzlich aggressiv und beschimpft ihn als Heuchler. Und dem ist nicht genug: Noch in derselben Nacht ruft sie bei ihm zuhause an und bedroht David.

Von nun an taucht sie täglich im leeren Großraumbüro auf und terrorisiert ihn am Telefon. Sie scheint überall zu sein. Als die junge Frau schließlich sogar in der Mittagsbetreuung seines Sohnes auftaucht, beschließt David, sie zur Rede zu stellen. Wut entbrannt fährt er zu ihr nach Hause - und findet ihre Leiche. Die Frau hat sich erhängt. Von jetzt an gerät Davids Leben aus der Bahn: Er hat das Gefühl, dass die Tote sich an ihm und seiner Familie rächen will. Er beginnt, sich vor dem riesigen leblosen Büro, in dem er jeden Tag alleine arbeitet, zu fürchten. Jeder Schatten, jedes seltsame Geräusch, jede Tür, die nicht richtig geschlossen wurde, steigern Davids Angst. Wird er von einem Geist heimgesucht oder bildet er sich alles nur ein?

Impressum


Alexander Adolph
Augsburgerstr.12
80337 München
089-267974

Pressestimmen

"Ein Workaholic mit psychiatrischer Vorgeschichte gerät in die Fänge eines Geistes. Origineller, atmosphärisch dichter Horror mit Christian Berkel. Der zweite Kinofilm von Alexander Adolph, der mit "So glücklich war ich noch nie" einen Betrüger porträtierte, hat genau das, was anderen teutonischen Genrefilmen fehlt: Anspruch, Ernsthaftigkeit und Subtilität. Das liegt schon an den Vorbildern, denn diesmal stand keine amerikanische Scareware, sondern asiatischer Einfluss Pate sowie Meister des Unbehagens wie Polanski und Haneke, deren Motivik und Stilistik indirekt in einen ungewohnt eigenständigen psychologischen Schreckenstrip eingehen. Einmal mehr erweist sich "Das kleine Fernsehspiel" als progressives Qualitätslabel, das nach "Rammbock" diesmal das Grauen im Büro entdeckt.(...)Adolph vertraut nicht nur auf düstere visuelle Perfektion und eine dämonisch gute Tonspur, sondern gibt den Schauspielern die Chance, ihre Charaktere zu entfalten. Selbst eine übergriffige Schwiegermutter-Figur passt in diese Aura des Unerklärlichen, die zu Interpretationen einlädt - bis hin zur Burn-out-Metapher auf die Arbeitswelt. Die Geschichte eines Mannes, der das Verderben aus dem Büro in seine Familie trägt, beherrscht kernige Schocks ebenso wie kriechendes Unbehagen und ein paar heftige (von Olaf Ittenbach perfekt gewirkte) Splattereffekte. Ein ausgereiftes Werk auf erstaunlichem Niveau."
kino.de

"An Christian Berkel beweist Alexander Adolph zum zweiten Mal, welch großartiger Schauspielerregisseur er ist - in seinem Debütspielfilm "So glücklich war ich noch nie" hatte er Devid Striesow zu einer großartigen Leistung geführt, nun besticht Berkel als Verzweifelter, der mehr und mehr neben sich steht. Das Glück mit der Familie, der Druck des Berufes, die Anfechtungen durch das Grauen - die Stufen seines Niederganges zeichnen sein Gesicht, seine Bewegungen, seine ganze Existenz in diesem Film."
Harald Mühlbeyer - Cinefacts

"Wie man mit den bewährten Gruselschauern des Kinos höchst spannend von realen Verhältnissen erzählt, ohne ein Lehrstück zu kreieren - das stellt der Münchner Regisseur und Drehbuchautor in seinem zweiten langen Spielfilm eindrucksvoll unter Beweis.(...)? Alexander Adolph hat mit diesem Film ein Beispiel gesetzt: man kann realistische Filme mit realistischen Themen auch im Fantastischen, im Bereich von Genres umsetzen: ein Impuls, den das deutsche Kino nötig hat."
Peter Gutting - Kino-Zeit

"Sehr effizient arbeitet Alexander Adolph mit allen Mittel der filmischen Darstellung. Räume werden manipuliert, eliminiert und zur Erzeugung der aussichtslosen Enge um den Protagonisten instrumentalisiert; die Geräuschkulisse, die Lichtsetzung und das Spiel mit den Lichtern sorgen fast ununterbrochen für Nervenkitzel. Der Fokus liegt von Anfang an auf der Herstellung von Schockmomenten und auf dem impliziten Spiel mit den Erwartungen des Zuschauers. Ganz im Vordergrund steht jedoch die Versachlichung, die Mechanisierung der Menschen."
Ciprian David - Negativ

"The Last Employee struck us as a really subtle piece of film-making, with lots of levels to it. At one level, it is a persuasive spooky film. Hardly needing a ghost at all, its lurking spirits have a 'presence' in the furniture, in the machines, in people's voices. At another level, it is a real puzzler packed with ambiguous possibilities - we found ourselves working deliciously hard to get a coherent whole out of it. And we really wanted to, because the narrative, cinematography, lighting, editing, and sound all worked together so well. Finally, it seemed to us to have another level. Here is something - not quite an allegory, that would be dull - a quizzical look at the dangers of work taking people over, so that they live, and die, for it. All this and more made us want to award the prize to The Last Employee and made us want to see it again, so we could sweat some more (...)!?"
Aus der Begründung der Jury des Filmfestivals Leeds, wo "Der letzte Angestellte" am 20.11.2010 den Méliès d'Argent gewann.

...da ist es eigentlich nur konsequent, dass die Münchner Produktionen besonders in der Realität verwurzelt sind, kann man doch in so einer lebenswerten Stadt viel radikaler mit Klischees aufräumen, nicht nur mit den weißblauen. Alexander Adolph macht das in seinem neuen Film sowohl inhaltlich als auch formal. Der Thriller "Der letzte Angestellte" erzählt von einer Mittelstandsfamilie mit Existenzängsten, von Geldmangel und Jobverlust. "Die Angst vor dem Versagen und Abgleiten ins soziale Aus ist speziell in München sehr groß, sagt der studierte Jurist. Stilistisch ist der Film absolut außergewöhnlich, bedient er sich doch der Elemente des Horrorgenres."
Josef Grübl - Süddeutsche Zeitung

"(...)Nun zeigt Adolph erneut, wie einfühlsam er aus seinen Darstellern das Beste herausholen kann, Christian Berkel war vielleicht noch nie so gut wie als "Der letzte Angestellte". (...) Und wenn dann immer wieder die seltsame Frau auftaucht, die Berkel in Angst und Schrecken versetzt; wenn in kleinen Momenten das Irreale durchblitzt, das immer mehr Gestalt gewinnt; wenn dann noch die Schwiegermutter so hart und böse gegen ihn wettert: dann hat sich das Sozialdrama, das im deutschen Kino immer wieder durchgekaut wird, auf glücklichste Weise in einen Genrefilm gewandelt über das Unglück, wenn das Leben zur bloßen Existenz verkommen ist."
Max-Ophüls-Preis Sektion "Premieren bei Max Ophüls"

"...This is how to do modern supernatural horror right. Writer/director Alexander Adolph perfectly captures a sense of creeping dread and the fractured state of mind of the protagonist, played very well by Berkel. I was reminded of Jeremy Irons in "Dead Ringers" as he starts to wildly self-medicate, popping pills like they were candy, imagining conversations with people who haven't even opened their mouths and creating horrific visions in his mind. The setting of an abandoned modern office is inspired, and it made me glad I've had to take a temp job in a place where you have to wave your arms around in order to get the lights working. There's something extremely eerie about the static, urban and sterile office environment that lends itself beautifully to the paranormal plot elements.??There are dozens of clever references too, horror buffs and even just film fans in general can have lots of fun spotting nods to films ranging from Taxi Driver to Suspiria and Blair Witch and beyond, this is a competent director who is clearly having fun with the material. The special effects by gorehound Olaf Ittenbach are wonderfully realised. Anyone who knows that name will be aware that he likes the red stuff and one scene in particular stands out as absolute genius, if you see this you'll know exactly which one I'm talking about, the audience gave it a huge round of applause after a theatre wide gasp of shock. Great stuff.??In conclusion, this is a film that I will not only buy when it comes to DVD, I'll buy it for my friends too, and if there's another screening in Edinburgh any time soon, I'll be there early to get a good seat."
Dead by Dawn

"I enjoyed The Last Employee when I saw it and as soon as I started considering what to put in the review and what my final rating would be I realised that my opinion of the movie was creeping up and up. It mixes obvious scares with more unsettling, subtle moments and manages that great trick of using modern technology to add spookiness (whether it's a case of mistaken identity on a CCTV tape being played back or just those flickering strobe lights when David is alone in the empty office environment). The acting is superb. Berkel is believable and sympathetic in the lead role, he realises how strange things seem and worries equally about his own state of mind as he does about any perceived danger. Beglau is a walking "boo" waiting for every opportunity and does great. Ronstedt and Conzen are also very believable and the moments showing the family together never strike a false note. The movie rarely moves away from these characters but there's also an interfering mother-in-law who gets a couple of memorable moments and the man who employed David, a character not onscreen for all that long but who will certainly make an impression with one particular moment. The script and direction from Adolph are both well-judged in terms of the pacing, style and content and there's really very little to pick apart once the movie hits its stride. One or two effects moments from Olaf Ittenbach and Daniela Tokarski will definitely please those wanting to see a bit of nastiness amidst the disturbing psychological trickery, meaning that this really has something to offer every mature horror fan (by mature I am, of course, not referring to physical age). An excellent film."
Kevin Matthews - Flickfeast

Besetzung

David Böttcher Christian Berkel
Irina Böttcher Jule Ronstedt
Frau Blochs Bibiana Beglau
Greta Gundi Ellert
Simon Böttcher Leo Conzen
Dr. Manz Paul Faßnacht
Filialleiter Heinz-Josef Braun

Stab

Buch und Regie Alexander Adolph
Kamera Jutta Pohlmann
Schnitt Christel Suckow
Musik Dieter Schleip
Sounddesign Jörg Elsner
Licht Wolfgang Dell/SPARKS
Kostüm Martina Müller
Ausstattung Jana Karen
SFX Maske Olaf Ittenbach
Maske Sandra Lipps
Mischung Bernhard Maurer, Oliver Görtz
Produzenten Philip Voges, Alban Rehnitz
Produktionsleitung Marion Dany
Regieassistenz Danny Rosness